Der Weg zum Fonds: Auswahl und Kauf

Die Wahl des richtigen Fonds sollte stets unter Berücksichtigung der persönlichen Lebenssituation und den eigenen Anlagezielen erfolgen. Darüber hinaus bietet sich eine möglichst genaue Definition des zeitlichen Anlagehorizontes an.

Die Auswahl der zur Verfügung stehenden Fonds ist groß. In Deutschland sind gegenwärtig rund 8.000 Fonds zum Handel zugelassen. Neben aktiv verwalteten Produkten existieren zunehmend auch börsengehandelte Indexfonds. Diese werden nicht von einem Manager betreut, sondern bilden einen bestimmten Index eins zu eins ab. Neben den großen Leitindizes aus Europa und den USA stehen auch Themen- und Strategieindizes zur Auswahl. Der Vorteil der auch als Exchange Traded Funds bezeichneten Sondervermögen: Sie sind fortlaufend notiert und können ohne Ausgabeaufschlag über die Börse erworben werden. Darüber hinaus sind sie mit einer im Verglich zu traditionellen Fonds nur sehr geringen Verwaltungsgebühr verbunden.

Anleger können wählen, ob sie einen breit aufgestellten Fonds, der in verschiedene Anlageklassen, Länder und Regionen gleichermaßen investiert, vorziehen, oder ob sie ihr Engagement auf einen spezifischen Schwerpunkt, beispielsweise die asiatischen Aktienmärkte oder europäische Blue Chips, fokussieren. Dabei sollte das Anlageziel klar formuliert sein: Je detaillierter die Erwartung in Bezug auf die künftige Marktentwicklung ausfällt, desto kleiner sollte das Assetfenster des Fonds ausfallen.

Wer mit einem Fonds langfristig sein Vermögen zu mehren versucht, ist gut beraten, einen aktiv verwalteten Fonds zu erwerben, der seine Ausrichtung der jeweiligen Marktlage anpasst. Dabei ist größter Wert auf die bisherige Leistung des Managements zu legen. Darüber hinaus sollte das Investmentkonzept des Fonds schlüssig und logisch fundiert sein. Derartige Fonds eignen sich insbesondere auch für Anleger, die nicht bereit sind, viel Zeit mit ihrer Kapitalanlage zu verbringen.