Hinweise für ein gutes Beratungsgespräch

Unerfahrene Anleger sollten im Gespräch mit ihrem Bankberater einige Punkte beachten, um ihr Ergebnis zu verbessern. Der Banker erkundigt sich im Gespräch in der Regel zuerst nach den Anlagezielen und über den Zeitraum, den ein bestimmter Betrag angelegt werden soll und schlägt im Anschluss einige Produkte vor. Die Vorschläge sind dabei in den meisten Fällen Fonds der hauseigenen Anlagegesellschaft. Investoren sollten sich daher erkundigen, ob nicht auch andere Produkte zur Verfügung stehen, die sich möglicherweise besser eignen. Insbesondere sollten Anleger sich nach börsengehandelten Indexfonds erkundigen, die das gewünschte Segment abdecken. Diese sind nicht mit einem Ausgabeaufschlag verbunden und verursachen eine nur sehr geringe Unterhaltungsgebühr. Die meisten Anlagekonzepte, die für den gewöhnlichen Privatanleger interessant sind, lassen sich über ETFs vollständig abdecken.

Der Bankberater steht im Hinblick auf die Indexfonds in einem Interessenskonflikt: Durch die geringen Kosten fällt die Provision für sein Institut sowie für ihn selbst deutlich geringer aus als bei einem klassischen Fonds.

Soll ein aktiv verwalteter Fonds über die Hausbank erworben werden, empfiehlt es sich, über den Ausgabeaufschlag zu verhandeln. Die meisten Filialbanken setzen ein Agio in Höhe von fünf Prozent an. Wer 25.000 Euro und mehr in einer Summe anlegt (auch wenn diese sich auf verschiedene Fonds aufteilt), kann einen Rabatt von zumindest einem Prozentpunkt aushandeln; bei größeren Summen erweitert sich der Spielraum zusätzlich.

In Acht nehmen sollten sich Anleger vor Angeboten des Beraters, die als „Fonds des Monats“ gekennzeichnet werden und die sich durch einen vorübergehend vergünstigten Ausgabeaufschlag auszeichnen. Diese Produkte sind meist „Ladenhüter“, die aufgrund einer wenig ansprechenden Wertentwicklung auf Ablehnung der Kundschaft stoßen und daher die internen Vertriebsziele nicht erfüllen.