Wege zum optimalen Fondsdepot

Die Optimierung der persönlichen Vermögensanlage ist ein wesentlicher Schritt zur finanziellen Unabhängigkeit. Ein Patentrezept zur idealen Ausgestaltung des Portfolios existiert dabei allerdings nicht – vielmehr müssen die Bedürfnisse eines jeden einzelnen Anlegers individuell berücksichtigt werden; ebenso ist den Lebensumständen des Anlegers Rechnung zu tragen.

Junge Anleger, deren Ausscheiden aus dem Erwerbsleben noch mehrere Jahrzehnte entfernt liegt, sollten ein auf Wachstum ausgerichtetes Portfolio vorziehen. Dabei sollten im Depot ausschließlich Aktienfonds befindlich sein. Die Hälfte der Mittel sollte dabei in europäische und nordamerikanische Standardwerte investiert werden.
Weitere dreißig Prozent fließen in die Aktienmärkte der Schwellenländer, wobei sich insbesondere BRIC-Fonds als Instrument zur Partizipation an den Zuwachsraten der aufstrebenden Nationen Brasilien, Russland, Indien und China eignen. Die verbleibenden zwanzig Prozent des Portfolios sollten in Beimischungen investiert werden, die zur Diversifikation beitragen und die Korrelation zur Entwicklung der Aktien- und Rentenmärkte verringern.

Ältere Anleger, die ihr Vermögen in weniger als zehn Jahren benötigen, um ihren Lebensabend zu bestreiten, sind gut beraten, eine defensive Vorgehensweise zu bevorzugen, um nicht durch eine Baisse-Phase kurz vor dem Ruhestand einen schmerzhaften Vermögensschaden zu erleiden. Mindestens fünfzig Prozent des Portfolios sollten dabei in Staatsanleihen bester Bonität investiert werden.
Weitere dreißig Prozent fließen in Immobilienfonds mit einem auf den deutschen Markt für Wohnimmobilien gerichteten Schwerpunkt. Das letzte Fünftel sollte in defensive europäische Aktienfonds investiert werden, die ihre Mittel im Wesentlich in Versorger, Nahrungsmittelhersteller und Pharmaunternehmen anlegen.