Verschiedene Anlagesituationen
Die Kapitalanlage in Investmentfonds unterliegt nicht immer identischen Bedingungen. Vielmehr trägt eine optimale Lösung den individuellen Anforderungen eines Anlegers Rechnung. Dabei ist nicht nur dessen Risikoaffinität, sondern auch die jeweilige Lebenssituation zu berücksichtigen. Insbesondere der zeitliche Anlagehorizont und das maximal für einen Investor vertretbare Verlustrisiko sind bei der Strukturierung des Depots bzw. bei der Entscheidung darüber, welche Maßnahmen zum Vermögensaufbau getroffen werden sollen, von Bedeutung.
Investoren, die ihr Portfolio in absehbarer Zeit zur Unterhaltung ihres Ruhestands benötigen, bedürfen einer sicheren Kapitalanlage, die mit keinen nennenswerten Kursrisiken verbunden ist und darüber hinaus einen realen Erhalt des Kapitals auch nach Steuern und Inflation ermöglicht. Die Konzeption eines „Senioren-Portfolios“ sollte daher im Wesentlichen auf dem Erwerb von Staatsanleihen bester Qualität und kurzer Restlaufzeit sowie Absolute Return Fonds beruhen, die stets eine positive Rendite erwirtschaften.
Ein derart strukturiertes Depot kann durch Tages- oder Festgeldanlagen sinnvoll ergänzt werden. Das Senioren-Portfolio eignet sich indes nicht nur für ältere Semester: Junge Familien, die in absehbarer Zeit ein Eigenheim erwerben möchten und ihr Kapital dazu zwingend benötigen, befinden sich in finanzieller Hinsicht in einer ähnlichen Situation wie ein angehender Pensionär.
Junge Investoren sollten ihren Fokus auf ein hohes Wachstum ihrer Kapitalanlagen legen, wobei es irrelevant ist, ob ein Vermögen bereits existent ist oder noch durch über einen Fondssparplan aufgebaut werden muss. Der Schwerpunkt sollte hier auf chancenorientierten Aktienfonds liegen, die mit einem signifikanten Anteil der ihnen anvertrauten Mittel in die Aktienmärkte der Schwellenländer investieren.
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