Die Marktanalyse: Das A und O für spekulative Anleger

Anleger, die durch die Partizipation an vorübergehenden Marktbewegungen Profite erzielen möchten, sind gut beraten, vor dem Einstieg in eine Position eine gründliche Marktanalyse durchzuführen: Der richtige Einstiegszeitpunkt ist für den Anlageerfolg von größter Bedeutung.

Um die künftige Marktentwicklung mit einer vertretbaren Wahrscheinlichkeit einschätzen zu können, sollte zunächst das konjunkturelle Gesamtbild in Augenschein genommen werden. Dabei ist das Zinsniveau ebenso zu analysieren wie die Preisentwicklung sowie der Lohndruck. Anhand dieser drei Parameter lässt sich relativ zuverlässig feststellen, in welchem Stadium des Konjunkturzyklus sich die Volkswirtschaft befindet.
Ideale Zeitpunkte zum Einstieg in den Aktienmarkt sind dabei im letzten Drittel der Abwärtsbewegung des Wachstums zu suchen; am Höhepunkt des Aufschwungs sollten Anleger besser aus dem Markt aussteigen bzw. den Einstieg unterlassen.

Neben den makroökonomischen Rahmenbedingungen ist auch die Gewinnentwicklung der Unternehmen von größter Bedeutung für den Verlauf der Märkte. Anleger sollten hier darauf achten, dass nicht zu starke Gewinnausweitungen bereits in den Kursen enthalten sind und dementsprechend einsteigen, wenn unter Analysten eher negative Annahmen gemacht werden.

Die technische Verfassung eines Marktes schließlich gibt Aufschluss über das kurz- bis mittelfristige Potenzial, das ein Markt dem Anleger bietet. Überkaufte Märkte sollten gemieden werden; in überverkaufte Märkte kann ein Einstieg mit größeren Erfolgsaussichten erfolgen.

Je mehr Punkte einer Marktanalyse für den Einstieg sprechen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine eröffnete Position in der Zukunft mit einem profitablen Ergebnis verkauft wird. Durch eine fundierte und kritische Analyse sowohl der technischen als auch der fundamentalen Rahmenbedingungen kann die Trefferquote signifikant gegenüber einem zufälligen Einstieg erhöht werden.