Objektive Kriterien
Bei der Auswahl eines Anlagevehikels müssen zur Optimierung der Erfolgsaussichten die jeweiligen Rahmenbedingungen, unter denen das Investment getätigt wird, unbedingt berücksichtigt werden. Neben der Risikotoleranz, die Investoren mitbringen, müssen dabei die persönlichen Lebensumstände und der zeitliche Anlagehorizont berücksichtigt werden.
Mit der Dauer einer Anlage erweitern sich die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Soll ein Investment schon nach wenigen Monaten wieder aufgelöst werden, empfiehlt sich der Erwerb einer kurzläufigen Staatsanleihe, deren Fälligkeit mit der geplanten Liquidation in Einklang steht. Zeithorizonte von mehr als fünf Jahren ermöglichen den Einstieg in den Aktienmarkt.
Kürzere Engagements bieten sich aufgrund der in Kauf zu nehmenden Schwankungen nicht an und sollten in jedem Fall vermieden werden, wenn das angelegte Kapital in absehbarer Zeit zu bestimmten Zwecken benötigt wird.
Mit steigender Anlagedauer sollte sich die zu erwartende Gesamtrendite eines Investments verbessern; andere Konstellationen sind unvorteilhaft. Auch der jährliche Ertrag eines Langfristinvestments fällt oft höher aus als der eines kurzen Engagements. Insbesondere im verzinslichen Bereich ist in den meisten Marktsituationen ein signifikanter Zusammenhang zwischen Anlagezeitraum und Rendite zu verzeichnen.
Nur in seltenen Konstellationen sind die Zinsen kurzfristiger Anlagen höher als die langfristiger Investments.
Wird das im Rahmen einer Kapitalanlage eingesetzte Geld nicht zu anderen Zwecken benötigt, sollte der zeitliche Anlagehorizont in Abhängigkeit der Lebenssituation des Anlegers und insbesondere unter Berücksichtigung seines Alters adjustiert werden. Gleiches gilt für die Wahl der Assetklasse. Junge Investoren fokussieren sich dabei auf Aktien, ältere auf Spareinlagen und Staatsanleihen.
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