Wie sich mit Fonds sparen lässt: Fondssparpläne

Wer nicht über ein komfortables Kapitalvermögen verfügt, ist gut beraten eines aufzubauen. Entgegen anderslautender Ansichten ist der Vermögensaufbau keinesfalls ein Privileg von Besserverdienern: Schon mit kleinen aber regelmäßigen Sparleistungen lässt sich im Laufe der Zeit eine beträchtliche Summe ansparen.

Wer Kapital aufbauen will, sollte zwei goldene Regeln dabei stets beherzigen: Zum einen sollte so frühzeitig wie möglich mit den Bemühungen begonnen werden und zum anderen sollten die Ersparnisse keinesfalls in Spareinlagen, sondern ausschließlich in den deutlich leistungsstärkeren Investmentfonds angelegt werden.
Der Grund für die Überlegenheit eines Fonds gegenüber Tages- und Festgeld liegt auf der Hand: Während im Einlagengeschäft durchschnittlich eine jährliche Verzinsung in Höhe von rund fünf Prozent realistisch ist, können Anleger, die ihre Mittel in den Aktienmarkt investieren, mit dem doppelten Ertrag rechnen. Der Deutsche Aktienindex beispielsweise, in dem die dreißig größten deutschen Standardwerte enthalten sind, konnte Experten zufolge seit seiner Auflegung in den achtziger Jahren seinen Wert um zehn Prozent im Jahr steigern - mit Spareinlagen ist eine derartige Performance nicht realisierbar.

Fondssparpläne bieten durch den Cost Average Effekt eine im Vergleich zu einmaligen Anlagen konstantere Wertentwicklung: Wird in einen Fondssparplan stets die gleiche Summe einbezahlt, werden damit automatisch in Zeiten hoher Kurse an den Märkten nur wenige und in Schwächeperioden umgekehrt viele Stücke erworben, so dass sich ein günstiger durchschnittlicher Einstiegspreis ergibt, der von dem Umstand profitiert, dass der langfristige übergeordnete Trend an den Aktienmärkten nach oben gerichtet ist.

Ein einfaches Rechenbeispiels veranschaulicht, welch immense Renditeleistung mit einem Fondssparplan umgesetzt werden kann: Ein Anleger, der über einen Zeitraum von dreißig Jahren jeden Monat 250 Euro in einen Fonds investiert, dessen durchschnittlicher jährlicher Kurszuwachs zehn Prozent beträgt, kann sich nach den drei Dekaden über ein Vermögen in Höhe von mehr als 500.000 Euro freuen.