Liquidität: Die Verfügbarkeit des Geldes
Investoren sehen sich bei der Strukturierung ihres Portfolios und der Konzeptionierung ihrer Kapitalanlage stets dem Spannungsfeld eines magischen Dreiecks aus Rendite, Liquidität und Sicherheit ausgesetzt. Die Zielkonflikte sind dabei durch die Gesetzmäßigkeiten des Marktes definiert: Mit einer höheren Rendite geht ein vermindertes Sicherheitsniveau einher und mit steigender Fungibilität sinken die Erträge tendenziell.
Die Liquidität, an der sich bemisst, wie schnell und zu welchen Kosten ein Vermögensgegenstand in liquide Mittel transferiert werden kann, ist dabei mitunter von signifikanter Bedeutung und variiert stark zwischen verschiedenen Anlageklassen.
Die liquideste Form der Kapitalanlage stellen täglich fällige Bankeinlagen, auch als Tagesgeld bekannt, dar. Festgeld ist bedeutend weniger flexibel, gleiches gilt für Anleihen: Beide Sparformen müssen bei Auflösung vor Fälligkeit erst veräußert bzw. durch entsprechende Weisung liquidiert werden. Dabei können beträchtliche Kosten anfallen: Neben Bankspesen und Strafzinsen sind auch weitere Gebühren denkbar. Beide Anlagen können allerdings binnen weniger Tage zu Bargeld versetzt werden.
Aktien und Fonds lassen sich ebenso schnell verkaufen, wobei hier ein erhöhtes Kursrisiko in Kauf genommen werden muss – einzige Ausnahme bilden Geldmarktfonds. Bei börsengehandelten Wertpapieren, die sich nur geringer Frequenz unter den Marktteilnehmern erfreuen, sollten Investoren stets beachten, dass der Verkauf mitunter nur durch die Akzeptanz erheblicher Geld-Brief-Spannen möglich ist.
Am illiquidesten von allen Vermögenswerten sind geschlossene Fonds und Immobilien. Hier ist eine Veräußerung häufig nur in Zeitspannen von mehreren Monaten möglich; die Kosten dafür sind im Verglich zu Transaktionen über die Börse immens und das Risiko eines verzerrten Erlöses hoch.
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