Grundregeln der Geldanlage

Risiko und Rendite stehen bei der Kapitalanlage stets in einem Zielkonflikt zueinander: Je höher der zu erwartende Ertrag eines Investments ausfällt, desto größer ist die vom Anleger in Kauf zu nehmende Schwankungsintensität und damit das Risiko.

Aktien gelten gemeinhin als die Anlageklasse mit dem höchsten Wertzuwachs und setzen sich deutlich von Anleihen und Immobilien ab. Analysten zufolge sollte sich der durchschnittliche Wertzuwachs von europäischen Standardwerten unter Berücksichtigung der Dividende auf rund acht Prozent im Jahr belaufen.
Aktien aus den Emerging Markets versprechen sogar zweistellige Renditen und eignen sich daher besonders für sehr chancenorientierte Anleger.

Aktieninvestments eignen sich zum Vermögensaufbau sowie zu spekulativen Zwecken. Anleger sollten allerdings nicht mit Aktien bzw. Aktienfonds handeln, wenn sie das eingesetzte Kapital entweder in absehbarer Zeit benötigen oder aber einen Verlust wirtschaftlich nicht verkraften können.
Nur langfristig orientierte Investoren, die auch Einbußen hinnehmen können, sollten sich an den Entwicklungen des Aktienmarktes beteiligen.

Wer kein Risiko eingehen kann oder will, ist mit sicheren Anlagen besser bedient. Ob dabei Staatsanleihen der großen Industrienationen oder Bankeinlagen das Mittel der Wahl sind, ist letztlich nur von geringer Bedeutung; Renten, deren Laufzeit kurz ist und die von solventen Emittenten begeben werden, unterliegen meist nur sehr geringfügigen Wertschwankungen.
Kurzfristige Anlagen werden am besten über ein Tagesgeldkonto abgewickelt, das nicht mit Kosten verbunden ist und eine taggenaue und angemessene Verzinsung bietet.

Die Abwägung zwischen Risiko und Rendite ist stets eine Gratwanderung und bedarf einigen Fingerspitzengefühls. Mit etwas Erfahrung allerdings finden die meisten Anleger sehr rasch die Anlageklasse, die zu ihnen und zu ihren persönlichen Bedürfnissen passt.