Exkurs: Indizes – die Fieberkurve der Börse
Aktienindizes sind in den Finanzmedien allgegenwärtig und aus der täglichen Berichterstattung nicht mehr wegzudenken: Dax, Dow Jones & Co. dienen Analysten, Anlegern und Unternehmen als Indikator für die Entwicklung der Aktienmärkte. Indizes werden dabei von verschiedenen Anbietern berechnet und konzipiert.
Insbesondere die Deutsche Börse bietet zahlreiche Konstruktionen an – die bekannteste ist der Deutsche Aktienindex, der seit den achtziger Jahren das zentrale Barometer für die Entwicklungen auf dem deutschen Parkett darstellt.
Indizes dienen dabei nicht nur als Indikator. Sie sind gleichzeitig Grundlage von Fonds und Zertifikaten und stellen darüber hinaus eine wesentliche Benchmark dar. Neben großen und bekannten Indizes, die den Gesamtmarkt repräsentieren, existieren zahlreiche weitere Konstruktionen, die die Entwicklung in verschiedenen Branchen, Ländern und Regionen veranschaulichen.
Auch spezielle Themenindizes sind erhältlich: Der Dow Jones Sustainability Index beispielsweise setzt sich ausschließlich aus Unternehmen zusammen, die nach bestimmten sozialen und ökologischen Kriterien handeln.
Indizes sind Grundlage der meisten Prognosen, Spekulationen und Berichterstattungen. Ohne Indizes wäre die Börse deutlich weniger greifbar – aus diesem Grund werden die Leitindizes in vielen Medien oft anthropomorphisiert.
Seit der Auflegung von Indexfonds in großer Zahl, die die Entwicklung eines Indexes eins zu eins abbilden, ist es Anlegern möglich, ohne großen Aufwand und zu günstigen Konditionen in ein bestimmtes Börsenbarometer zu investieren. Das Prinzip hat sich dabei bewährt: Die meisten Fonds, die aktiv verwaltet werden, schlagen ihre Benchmark und damit gezwungenermaßen den Indexfonds nicht.
Die Entwicklung der großen Indizes ist für die Öffentlichkeit leicht nachvollziehbar, da zahlreiche Medien ohne Zeitverzögerung Kursdaten zur Verfügung stellen. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind Indizes so populär.
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