Indexzertifikate: Einfach, praktisch, gut

Indexzertifikate gehören zu den am häufigsten am Markt gehandelten Wertpapieren außerhalb des Aktienbereichs. Sie definieren sich durch eine strenge Abbildung eines bestimmten Indexes, wobei Aktien- und Rentenindizes dabei genauso als Underlying dienen wie können wie Rohstoffkörbe und Immobilien. Der Vorteil der Produkte liegt in der Möglichkeit für Anleger, transparent und kostengünstig an der Entwicklung bestimmter Märkte zu partizipieren und dabei über ein Produkt zu verfügen, dass aufgrund meist sehr hoher Liquidität schnell veräußert werden kann, weshalb insbesondere auch spekulative Zwecke mit Indexzertifikaten verfolgt werden. Da die Finanzindustrie um neue Ideen nicht verlegen ist, bieten sich Investoren immer neue und zum Teil sehr innovative Möglichkeiten durch Indexkonstruktionen mit einem bestimmten Thema. So kann beispielsweise in die Wertschöpfungskette rund um die Wasserversorgung ebenso investiert werden wie in den Bau von Infrastruktur in den Schwellenländern.

Insbesondere der Erwerb von Hedgefonds, der in der BRD auf direktem Wege nur unter Inkaufnahme eines beträchtlichen Verwaltungsaufwands möglich ist, wird regelmäßig über Indexzertifikate realisiert, die die Wertentwicklung eines bestimmten Fonds nachvollziehen.
Anleger sollten sich jedoch immer der besonderen Risiken bewusst sein, die mit der Unterhaltung von Indexzertifikaten verbunden sind. Durch den rechtlichen Status als Inhaberschuldverschreibung, die meist sogar nachrangig begeben ist, tragen Anleger das so genannte Emittentenrisiko: Muss der Emittent des Indexzertifikates Insolvenz anmelden, sind die Einlagen der Investoren Teil der allgemeinen Insolvenzmasse und damit – wahrscheinlich – verloren. Wo es möglich ist, zu vergleichbaren Kosten über einen Fonds die Abbildung eines Indexes vorzunehmen, sollte dies daher in jedem Fall getan werden.